Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für den Dienst „Notdienst-Wache“ der SteGra LLC, 30 North Gould Street, Sheridan, WY 82801, USA (nachfolgend „Anbieter“). Stand: Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über den Dienst „Notdienst-Wache“ zwischen dem Anbieter und seinen Kunden.
(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Mit der Bestellung bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer handelt.
(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt einen KI-gestützten Telefonannahmedienst bereit. Leitet der Kunde unbeantwortete Anrufe per Rufumleitung an seine persönliche Wache-Nummer weiter, nimmt ein deutschsprachiger KI-Agent das Gespräch entgegen, gibt sich zu Gesprächsbeginn als KI zu erkennen, erfasst die Anliegen der Anrufer (insbesondere Name, Adresse, Problem, Dringlichkeit, Rückrufnummer) und übermittelt dem Kunden ein strukturiertes Auftrags-Ticket per E-Mail.
(2) Die KI erteilt keine fachliche oder technische Beratung und gibt keine Zusagen zu Preisen oder Terminen ab. Geschuldet ist die Erbringung des Dienstes als solche, nicht ein bestimmter Erfolg einzelner Anrufe (z. B. die vollständige oder fehlerfreie Erfassung jedes Anliegens oder das Zustandekommen von Aufträgen).
(3) Der Dienst ist keine Notfall- oder Sicherheitsdienstleistung und ersetzt keine Notrufnummern. Bei Hinweisen auf Gasgeruch, Brand oder Lebensgefahr verweist das System die Anrufer ausschließlich darauf, aufzulegen und die 112 zu wählen.
§ 3 Vertragsschluss und Einrichtung
(1) Der Vertrag kommt durch den Abschluss des Bestellvorgangs über die verlinkten Checkout-Seiten des Zahlungsdienstleisters Stripe zustande.
(2) Mit Vertragsschluss wird die einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 199 € fällig. Die Einrichtung umfasst die Bereitstellung der persönlichen Wache-Nummer, die Konfiguration des KI-Agenten nach den Vorgaben des Kunden (Gewerk, Notfallnummer, Schaltzeiten), einen Test-Anruf sowie die persönliche Begleitung der Einrichtung.
(3) Die Einrichtung erfolgt ohne zusätzliche Hardware. Die persönliche Wache-Nummer wird dem Kunden innerhalb von 24 Stunden per E-Mail mitgeteilt.
§ 4 Preise, Abrechnung und Geld-zurück-Garantie
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung ausgewiesenen Preise:
- Einmalige Einrichtungsgebühr: 199 €, fällig bei Vertragsschluss (§ 3 Abs. 2).
- „Notdienst-Wache“: 179 € pro Monat, 200 Inklusivminuten pro Monat.
- „Telefonwache Komplett“: 249 € pro Monat, 400 Inklusivminuten pro Monat.
(2) Über die Inklusivminuten hinausgehende Gesprächsminuten werden mit 0,19 € pro Minute berechnet. Nicht verbrauchte Inklusivminuten verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums.
(3) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über Stripe; nutzungsabhängige Entgelte werden nachträglich abgerechnet. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise gegenüber Unternehmern.
(4) 30-Tage-Geld-zurück-Garantie (Kulanzregelung): Ist der Kunde innerhalb der ersten 30 Tage nach Vertragsschluss mit dem Dienst nicht zufrieden und erklärt er in diesem Zeitraum die Kündigung, erstattet der Anbieter die erste Monatsgebühr. Die Einrichtungsgebühr sowie nutzungsabhängige Entgelte sind von der Erstattung ausgenommen.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde richtet die Rufumleitung auf seine Wache-Nummer selbst ein und ist für deren korrekte Konfiguration und Deaktivierung verantwortlich.
(2) Der Kunde informiert seine eigenen Anrufer, soweit dies nach den für ihn geltenden Vorschriften erforderlich ist, über den Einsatz des Dienstes (z. B. in seinen eigenen Datenschutzhinweisen).
(3) Der Kunde nutzt den Dienst nicht für rechtswidrige Zwecke und stellt sicher, dass die von ihm hinterlegten Angaben (z. B. E-Mail-Adresse für Auftrags-Tickets) aktuell sind.
§ 6 Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter bemüht sich in angemessenem Umfang um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes. Eine bestimmte Verfügbarkeit oder eine unterbrechungsfreie Nutzbarkeit (100 %) wird nicht zugesichert.
(2) Wartungsfenster, Störungen bei Telekommunikations- oder Unterauftragsdienstleistern sowie Ereignisse höherer Gewalt können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt.
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Eine Haftung für entgangene Aufträge oder entgangenen Gewinn aus einzelnen verpassten, abgebrochenen oder fehlerhaft erfassten Anrufen ist ausgeschlossen, soweit nicht ein Fall des Absatzes 1 vorliegt. Die Haftung nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt.
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten der Anrufer im Auftrag des Kunden. Hierfür stellt der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO bereit. Ergänzend gilt die Datenschutzerklärung.
§ 9 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten monatlich zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
(2) Die Kündigung des Kunden erfolgt über das Stripe-Kundenportal oder per E-Mail an info@meine-bots.de.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 10 Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten oder nutzt er den Dienst danach weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Ankündigung hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Soweit gesetzlich zulässig, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag der Sitz des Anbieters.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: Juni 2026